Energiewende im Gewächshaus

Die Branche Gartenbau ist sehr vielfältig: Zu den insgesamt 52.500 Unternehmen gehören Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus und des Gemüse-, Obst- und Zierpflanzenbaus; Baumschulen zählen genauso dazu wie die Einzelhandelsgeschäfte für Blumen und Pflanzen. Die bewirtschaftete Fläche ist nach Angaben des Zentralverbands Gartenbau e.V. über 200.000 Hektar groß. Die über 300.000 Beschäftigten der Branche erwirtschafteten 2014 einen Jahresumsatz von knapp 17 Milliarden Euro. Auf den eigentlichen Anbau von Pflanzen- und Nahrungsmitteln entfielen davon 4,9 Milliarden. Etwa 84.000 Beschäftigte arbeiten in den Bereichen Gemüse- und Zierpflanzenanbau regelmäßig in einem Gewächshaus.

Der Energiebedarf ist besonders in einem Gartenbaubetrieb mit Gewächshäusern größer als in Betrieben vieler anderer Branchen: Laut Schätzungen werden bis zu 25 Prozent des Umsatzes eines Betriebes für Energiekosten aufgewendet. Für viele Unternehmen ist es deshalb wichtig, die Balance zwischen dem möglichst optimalen  Pflanzenwachstum und dem Energieeinsatz zu finden.

Blockheizkraftwerk als attraktive Lösung

Wie für viele andere Branchen auch, bieten Blockheizkraftwerke auch für Gärtnereibetriebe eine attraktive Lösung für die Energieversorgung: Blockheizkraftwerke (BHKW) erzeugen aus dem Energieträger Erdgas gleichzeitig Wärme und Strom. Diese Erzeugung ist deutlich effizienter als die getrennte Produktion. Mit einer Wärmebedarfsberechnung für die Heizung in Ihrem Betrieb erhalten Sie wichtige Anhaltspunkte für die Planung und Dimensionierung einer solchen Anlage – der Berater Ihres Energieversorgers kann Sie dabei unterstützen. Erste Informationen erhalten Sie in der BHKW-Fibel.

Das moderne Gewächshaus – optimaler Energieeinsatz

Vielseitig sind auch die Bedingungen der Energienutzung in den einzelnen Betrieben: Ein modernes Gewächshaus zum Beispiel hat nur noch wenig mit den einfachverglasten Modellen der Vergangenheit gemeinsam. In neuen Gewächshäusern ist die Verkleidung nur noch selten aus Glas, sondern aus PVC oder Polyethylen. Die höhere Dichtigkeit reduziert allerdings den Luftaustausch mit der Umgebung. Außerdem wird in die Gewächshaushülle heutzutage umfangreiche Technik eingebaut. Für die Beheizung solch großer geschlossener Räume sorgt in vielen Fällen eine Deckenluftheizung, aber auch Tischheizungen mittels Warmwasser finden gute Einsatzbedingungen.

Immer mehr Betriebe arbeiten mit einer CO2-Düngung der Pflanzen, weil sich dadurch die Qualität der Pflanzen verbessert und der Erlös dementsprechend steigern lässt. Für diese Düngung werden sogenannte CO2-Kanonen genutzt: Sie werden vor allem zum Heizen verwendet, aber das dabei im Innenraum des Gewächshauses anfallende CO2 wird gleichzeitig für die Versorgung der Pflanzen genutzt.

Mit diesen erdgasbetriebenen Warmlufterzeugern lassen sich die Investitionskosten gegenüber konventionellen Heizungsanlagen um 65 Prozent und der Brennstoffverbrauch um bis zu 35 Prozent verringern.

Eine Übersicht über die in Gärtnereibetrieben verwendeten Heizanlagen haben wir für Sie aufbereitet.

Welche Einsparpotenziale sich durch eine Optimierung der technischen Ausrüstung und der Energienutzung im Gewächshaus noch erschließen lassen, können Sie mithilfe unserer Checkliste ermitteln.

Erdgasanwendungen für den Gartenbau

Ob BHKW, Dunkelstrahler, Gewächshausheizung oder Strahlungsheizung: In unserer Gerätedatenbank finden Sie Hersteller moderner Erdgastechnik.

Erdgas im Gartenbau

Für alle Anforderungen Ihres Gartenbaubetriebes – Wärmeregulierung, Klimatisierung, CO2-Düngung und Strahlenheizung – stehen Ihnen effiziente Erdgasanwendungen zur Verfügung.

Geräte für Gärtnereien

Alle Geräte für den Gartenbaubetrieb im Überblick inklusive Produktbeschreibung und den allgemeinen Kenndaten bietet Ihnen unser Gerätesteckbrief – vom Heizkessel bis zum Blockheizkraftwerk.

Handbuch Gärtnereien

Erfahren Sie alles über die Vorteile vom Energieträger Erdgas für Ihr Gartenbauunternehmen und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten moderner Erdgastechnik im Gewächshaus.