Bügelmaschinen

Dieser Begriff wird teilweise parallel zur Bügelpresse verwendet. Bei Bügelmaschinen wird als Behandlungsgut im allgemeinen Textilreinigungsgut in Form von Oberbekleidung – vorbereitet zum Bügeln – unter Anwendung von Wärme, Feuchte (Dampf) und / oder Druck gebügelt. Bügelmaschinen besitzen Arbeitsflächen mit textilen Bezügen oder mit metallischen oder Kunststoffbelägen.

Bügelpressen

Bei Bügelpressen wird das Behandlungsgut unter Anwendung von Wärme und Druck bei gleichzeitiger Kontakttrocknung gebügelt. Bügelpressen besitzen eine gepolsterte und eine metallische Arbeitsfläche.

Bügeltische

Maschinen mit Arbeitsflächen in Form von Bügeltischen und Bügelschuhen; (Tisch-Bügelmaschinen) die Bügeltische sind stets, die Bügelschuhe zumindest in Arbeitsstellung waagerecht.

Dämpfen

Hier werden Wäscheteile mit speziellen Dämpfgeräten bzw. Formern auf Bügel hängend oder auf Formkörper („Dämpfpuppen“) aufgezogen und mittels Dampf, Heißluft oder Wärme geglättet und getrocknet

Finishen (Dampfgeräte)

Geräte, bei denen das Behandlungsgut auf Bügel hängend in einen Behandlungsraum eingebracht und in diesem mittels Dampf, Heißluft oder Wärme geglättet und getrocknet wird.

Flachwäsche

Bettwäsche oder Tischwäsche. Die Wäsche wird nach dem Waschen und mechanischen Entwässern (Schleudern) meistens direkt (ohne kurzzeitige Vortrocknung) in die Mangel zum Trocknen und Glätten gegeben. Die Menge der anfallenden Flachwäsche ist Basis für die Auslegung der Mangel(-straße).

Flotte

Die Flüssigkeitsmenge, mit der jeweils während einer Arbeitsstufe gearbeitet wird, z. B. Wasch- oder Spülflotte.

Gebundene Flotte, d. h., vom Waschgut aufgenommene Flüssigkeitsmenge;
Freie Flotte, die über die gebundene Flotte hinaus vorhandene Flüssigkeitsmenge

Flottenzahl

Verhältnis der zu waschenden Trockenwäsche in kg zur Menge der zur Verfügung stehenden Flüssigkeitsmengen in Liter.

Formteile

Kittel , Hemden, Hosen, Jacken, Sakkos, Patientenhemden usw. Aufgrund der unterschiedlichen Materialien (Mischtextilien) und Formen sowie der unterschiedlicher Ansprüche der jeweiligen Kunden ist die Bearbeitung dieser Wäschestücke besonders aufwendig und erfordert ggf. gesonderte Maschinen. Die anfallende Menge ist Basis für die Auslegung der Wasch- und Trockentechnik (z. B. Nassreinigung) und damit der Wäschereimaschinen z. B. Wäschepressen oder Tunnelfinisher.

Füllverhältnis (Füllfaktor, Beladeverhältnis)

Quotient aus Füllmenge und Trommelinhalt z. B. bei Waschschleudermaschinen: 1:10 oder 1:12, z. B. bei Trocknern: 1:20 oder 1:25

Glätten (Mangeln)

Das Glätten hat zum Ziel, die Glättwäsche vollständig zu trocknen und ihr eine glatte, faltenfreie Oberfläche zu verleihen. Beim Mangeln gleitet das glatt vorgelegte Wäschestück unter dem Anpressdruck einer rotierenden Walze über die glattgeschliffene Innenfläche des beheizten Muldenkörpers. Die von der Kontaktfläche übertragene Wärme verdampft die Feuchtigkeit, die abgesaugt wird.

Kabinettpressen

Maschinen mit Arbeitsflächen in Form von vertikalen und horizontalen Formkörpern und Bügelschuhen. Kabinettpressen können einen oder mehrere Formkörper haben. Die Formkörper können in verschiedenen Ebenen einer oder mehreren Behandlungs- und / oder Bügelstationen zugeführt werden.

Karussellpresse

Maschinen mit zwei Tischen und einer oberen Pressplatte

Mangel

Maschinen zum Trocknen und Glätten von Flachwäsche

Mangelstraße

System verbundener Maschinen zum Eingeben, Mangeln und Falten

Muldenmangel

Die Wäsche wird mittels einer rotierenden, mit speziellem Gewebe belegten Walze mit mäßigem Druck an eine beheizte, feststehende Mulde gedrückt und dabei getrocknet und geglättet (große Mangeln).

Nassreinigung

Spezielles Wasch- und Trockungsverfahren für Kleidung. Im Gegensatz zur chemischen Reinigung ist hierbei Wasser das Schmutzlösemittel (bei der chemischen Reinigung sind KWL oder PER die Lösungsmittel). Aufgrund der unterschiedlichen Materialien werden dem Waschwasser besondere Chemikalien zur Faserschonung und für ein optimales Trocken- und Bügelergebnis zugegeben.

Pressen

Beim Pressen von Formwäsche wird das Wäschestück (meist in mehreren Teilabschnitten) auf einen oberflächenelastischen Presstisch aufgelegt und unter Druck unbewegt gegen die beheizte Plättfläche gepresst.

Pressensatz

Aus mehreren Pressen bestehende Maschinenanordnung

Spezial-Bügelmaschinen

Maschinen verschiedener Bauart, die zum überwiegenden Teil zum Bügeln nur einer bestimmten Art von Behandlungsgut geeignet sind

Trockenwäsche

Aussage über das Fassungsvermögen der Maschinen, Grundlage für mengenmäßige Berechnungen der benötigten Maschinenkapazitäten

Trockner

Beim Trocknen wird die nach dem mechanischen Entwässern (Schleudern, Auspressen) in der Wäsche verbliebene Restfeuchte (ca. 50 Gew.-%) mit Hilfe eines Warmluftstromes ganz oder teilweise entzogen (Konvektionstrocknung).

Tumbler

Trocknungsmaschine, Gastrockner, Trockner

Tunnelfinisher

Maschine zum Trocknen und Glätten von auf Bügeln hängender Wäsche oder Kleidung. (s. a. Finishen)

Volltrockenwäsche

Meist Frottee-Wäsche, die nach dem Waschen vollständig getrocknet und danach ohne weitere Glättung gefaltet wird. Die Menge der Trockenwäsche dient auch zur Auslegung der Trocknerkapazität.

Waschschleudermaschine

Bei dieser Maschine wird in der Trommel das Waschgut ohne Umladen gewaschen und geschleudert.

Waschstraße

Takt-, Posten- oder Durchlaufwaschanlage, kontinuierlich arbeitende Anlage, System verbundener Maschinen zum Waschen, Entwässern und Trocknen, wobei die Waschmaschine für das Waschen von aufeinanderfolgenden Chargen konstruiert ist

Zylindermangel

Die Wäsche wird zwischen einer beheizten rotierenden Walze und einem laufenden Endlostuch (ggf. Bänder) geglättet und getrocknet (kleinere Mangeln).