Energiesparmaßnahmen für Wäschereien: Unnötige Wärmeverluste vermeiden

Wärme ist ein wertvolles Gut: Sie wird aus einem Primärenergieträger hergestellt, bevor sie als thermische Energie oder als Dampf zur Verfügung steht. Das bedeutet, dass möglichst sparsam mit ihr umgegangen werden sollte. Schon mit kleinen Maßnahmen, die nur einen geringen Finanzierungsaufwand verursachen, sind energetische Einsparungen und somit mehr Energieeffizienz in Wäschereien möglich.

  • Überprüfen Sie den Druck im gesamten Dampfnetz. Sinkt beispielsweise der Druck von 10 auf 6 bar, reduziert sich die Dampftemperatur um rund 20 Grad Celsius. Das bedeutet weniger Energieaufwand bei der Dampfherstellung und geringere Wärmeverluste über das Abgas. Sinnvoll ist es, den Dampfdruck schrittweise um jeweils 0,5 bar abzusenken und im Blick zu behalten, dass die Arbeitsergebnisse die gewünschte hohe Qualität behalten.
  • Auch die Waschtemperaturen können ohne Qualitätsverlust im Arbeitsergebnis leicht abgesenkt werden. Dadurch reduziert sich der Energieaufwand beim Aufheizen und wertvoller Brennstoff wird gespart. Auch hier gilt es, das richtige Maß zwischen Reduktion der Prozesswärme und der Qualität des Arbeitsergebnisses zu finden.
  • Dämmen Sie alle Rohrleitungen, Armaturen und Geräte. So vermeiden Sie, dass Wärme an den Raum abgegeben wird und in den  Prozessen verloren geht. Ein positiver Nebeneffekt: Das Raumklima verbessert sich durch die geminderte Temperaturabgabe ebenfalls. Die Dämmung der Leitungen ist sowohl im Dampf-, als auch im Kondensatnetz wichtig. Wie stark gedämmt werden muss, bemisst sich an der Höhe der Temperatur und am Rohrdurchmesser.
  • Kondensatableiter und Sicherheitsventile sind Schwachstellen der Installation. Diese Bereiche sollten Sie regelmäßig einmal im Jahr auf ihre Dichtheit prüfen lassen. So können Sie unbemerkte Wärmeverluste vermeiden. Ein Beispiel: Bereits 10 defekte Kondensatableiter können Dampfverluste von 3 Kilogramm pro Stunde verursachen. Bei 2.500 Betriebsstunden pro Jahr liegt der jährliche Dampfverlust dann bei 75.000 Kilogramm.
  • Prüfen Sie die Aufstellung der Geräte. Gegebenenfalls lassen sich durch eine Umstellung Dampfleitungen verkürzen. Durch eine geschickte Aufstellung beheizter Wäschereimaschinen nah beieinander lassen sich zudem auch die Wärmeverluste an den Raum reduzieren.

Optimierte Organisation spart Energie

Auch durch organisatorische Sofortmaßnahmen können Energieeinsparungen in Wäschereien erzielt werden.

  • Waschmaschinen sollten entsprechend den Angaben des Herstellers voll beladen werden. Eine nur teilweise erfolgende Beladung führt zu einem pro Kilogramm Wäsche erhöhten Energieverbrauch.
  • Eine Überladung der Maschine kann durch das Wiegen der Wäsche vermieden werden. Eine Überladung erhöht den Maschinenverschleiß und hätte ein schlechteres Waschergebnis zur Folge.
  • Kontrollieren Sie Druckluft-Systeme regelmäßig auf Undichtigkeiten.
  • Stillstandzeiten der Waschmaschinen sollten möglichst kurz gehalten werden. Beladeeinrichtungen können helfen, die Stillstandzeiten zu minimieren.
  • Leiten Sie Ihre Belegschaft zum sparsamen Umgang mit Energie und z.B. auch zu einer spritsparenden Fahrweise an.
  • Dokumentieren Sie Ihren Energieverbrauch und Ihre Energiekosten, um mögliche Einsparpotenziale zu identifizieren und Veränderungen festzustellen. Unter Umstände ist die Einführung eines Energiemanagementsystems sinnvoll.