Energieeffizienz durch Wärmerückgewinnung

Wärmerückgewinnungs-Maßnahmen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die im Wasser und im Kondensat gebundene Wärme lässt sich für den Produktionsprozess wieder nutzen und muss nicht in Gänze neu erzeugt werden.

  • Gewinnen Sie mithilfe von Wärmetauschern die Wärme aus dem Waschwasser zurück. Das Potenzial ist groß: Bei 500 Kilogramm Wäsche pro Stunde und 8 Litern Wasser pro Kilogramm entstehen pro Stunde 4.000 Liter Abwasser. Bei einer Abwassertemperatur von 40 Grad Celsius und einer Frischwassertemperatur von 14 Grad Celsius lassen sich rund 20 Grad Celsius an Wärme zurückgewinnen. Das entspricht etwa 93 kWh pro Stunde. Bei einem neunstündigen Arbeitstag liegt die Energieeinsparung so bei 837 kWh.
  • Auch der Nachdampf, der beim Betrieb der Wäscherei entsteht und der in der Regel zum Druckausgleich über das Dach abgegeben wird, ist eine wertvolle Wärmequelle. Durch die Nachrüstung von Kondensat-Entspannern lässt sich viel Energie zurückgewinnen. Bei 300 Kilogramm Wäsche pro Stunde liegt der Dampfverbrauch bei etwa 1.000 Kilogramm pro Stunde. 10 Prozent davon, das heißt 100 Kilogramm, gehen als Nachdampf pro Stunde verloren. Bei 2.000 Betriebsstunden im Jahr summiert sich der Verlust auf 200.000 Kilogramm. Bei einem Preis von 4 bis 8 Cent pro Kilogramm Dampf können Sie durch die Nutzung rechnerisch bis zu 16.000 Euro pro Jahr einsparen.
  • Die heiße Abluft von Mangeln und Trocknern kann zur Erwärmung der Frischluft herangezogen werden, statt diese ungenutzt entweichen zu lassen.

Gut geplant: Reduzierung der Energiekosten in Wäschereien

Die heutigen technischen Möglichkeiten erlauben bereits bei der Gerätewahl und der Planung einer Wäscherei große Effizienzvorteile. Wer in seine technische Ausstattung investiert, kann sich nachhaltig niedrige Betriebskosten sichern. Der Energieträger Erdgas hilft, die Effizienz in der Wäscherei zu steigern.

  • Dampf und Wärme besser zentral als dezentral erzeugen? Diese Regel stimmt in Wäschereien nicht. Denn der Dampf- und Wärmetransport zu den Geräten ist unweigerlich mit Wärmeverlusten verbunden. Dies zeigt sich am Beispiel von Wäschetrocknern: Direkt mit Erdgas beheizt, sparen sie im Vergleich zu indirekt mit Dampf beheizten Modellen bis zu 30 Prozent Energie. Ähnliche Einsparungen sind bei Finishern möglich. Die Aufheizzeiten sind bei den gasbetriebenen Modellen deutlich kürzer. Und auch der Verlust des Dampfkessels im Wirkungsgrad von 10 bis 15 Prozent entfällt. Das Erdgas gelangt direkt bis zum Gerät und wird dort zur Wärmeerzeugung eingesetzt. Bei der Neuplanung oder Neuausstattung einer Wäscherei sollten Sie den Einsatz erdgasbeheizte Wäschereimaschinen prüfen.
  • Jeder Startvorgang eines Gasbrenners verursacht Energieverluste – unter anderem wegen des Vorspülens. Der Wechsel von Ein- und Ausschalten sollte deswegen so weit wie möglich minimiert werden. Dies ist mit modulierenden Brennern möglich: Sie passen ihre Leistung dem tatsächlichen Dampf- und Wärmebedarf an und verzögern das Erreichen des Ausschaltpunktes. Auch eine moderne Steuerung, die die Verbrennleistung kontinuierlich regelt, ist wichtig.
  • Halten Sie die Dampfleitungen in der Wäscherei so kurz wie möglich. Dadurch reduzieren sich die Wärmeverluste. Um dieses Ziel zu erreichen, können allerdings größere Umbaumaßnahmen oder die Neuanschaffung von Wäschereimaschinen nötig sein. Beheizte Geräte sollten möglichst nah beieinander platziert werden. So vermeiden Sie weitere Übertragungsverluste.

 

Investieren Sie in Ihre Wäscherei

Für die Ergreifung von Energieeinsparmaßnahmen erhalten Sie finanzielle Förderungen von Bund, Ländern und Gemeinden. Mit dem Online-Wegweiser von ASUE und dem BINE Informationsdienst erhalten Sie einen Überblick über die Förderprogramme in Ihrer Region.