Von Heizkomfort bis Mikro-BHKW: Erdgas bietet viele Vorteile

  • Erdgas gelangt über das hervorragend ausgebaute Leitungsnetz direkt bis zur Verbrauchsstelle. Der Brennstoff muss also nicht gelagert werden.
  • Erdgas-Heizungen sind sehr komfortabel und haben einen geringen Wartungsbedarf.
  • Regelmäßige Abschlagszahlungen wie bei Strom oder Wasser erleichtern die Kalkulation und verteilen die Kosten auf einen längeren Zeitraum.
  • Erdgas-Heizsysteme sind für jede Größe eines Betriebs verfügbar. Eine Heizung zu erneuern ist außerdem nur mit geringem Aufwand verbunden: Auch komplexere Anlagen sind in der Regel bereits nach wenigen Tagen fertig installiert und funktionstüchtig.
  • Erdgas-Systeme eignen sich auch sehr gut für die Warmwasserbereitung oder zum Kühlen und Klimatisieren.
  • Unter den fossilen Energieträgern erzeugt Erdgas die geringsten Emissionen bei der Verbrennung. Außerdem verbrennt Erdgas fast ohne Wasserdampf oder Ruß. Mit moderner Brennwerttechnik wird die im Wasserdampf enthaltene Wärme zusätzlich nutzbar gemacht.
  • Die vielfältigen und modernen Erdgas-Technologielösungen bieten hervorragende Möglichkeiten und Perspektiven: Die bewährte Erdgas-Brennwert-Technologie steht ebenso zur Verfügung wie innovative Systeme, zum Beispiel die Strom erzeugende Heizung bzw. das Mikro-BHKW, die Gaswärmepumpe oder die Brennstoffzelle. An der Weiterentwicklung dieser Technologien wird außerdem ständig geforscht.
  • Nutzen Sie die Vorteile von Erdgas. Auch für ausgefallene Hallengeometrien gibt es kompakte Lösungen, die sich problemlos an die Bedürfnisse Ihres Betriebs anpassen lassen.


Erdgas-Anwendungen: wirtschaftlich und vielfältig

Die Anwendungsmöglichkeiten von Erdgas sind vielfältig. In den 25 Beispielen unserer Broschüre "Erdgas Best Practice" erfahren Sie wie effizienz und wirtschaftlich der Energieträger ist – ob in Gewerbe, Industrie oder Unternehmen aus der öffentlichen Hand.

Mit Gas in die Zukunft: Heute sauber, morgen grüner

Gut für Klima und Umwelt: Schon heute ist Erdgas bei den CO2- und Feinstaubemissionen anderen konventionellen Energieträgern deutlich überlegen. Fast 500.000 Kilometer Erdgasnetz transportieren das Gas überall dorthin, wo es gebraucht wird. Diese Infrastruktur kann in Zukunft die Energiewende voranbringen. Schließlich lassen sich die Leitungen und Speicher ohne Um- oder Ausbau für Erneuerbares Gas nutzen – und das hat großes Zukunftspotenzial: Biomethan und Power-to-Gas, angetrieben von Strom aus Wind und Sonne, machen Erdgas zunehmend grüner. So wird Erdgas zu einem wichtigen und flexiblen Baustein der dekarbonisierten Energiewelt – zum Heizen, für die Stromerzeugung, als Kraftstoff, für die Industrie und das Gewerbe.


Kreislaufsysteme: Aus Strom mach Gas

Erneuerbare Energien aus Wind und Sonne fließen nicht auf Knopfdruck, sondern dann, wenn die Sonne scheint und der Wind weht. Doch selbst bei Erzeugungsspitzen und Nachfrageflaute muss künftig keine Kilowattstunde Strom verloren gehen – denn mit dem überschüssigen Strom lässt sich aus Wasser mithilfe der Elektrolyse Wasserstoff gewinnen. Dieser kann direkt genutzt, zu einem gewissen Anteil dem Erdgas beigemischt oder aufbereitet zu Substituted Natural Gas ins Netz eingespeist werden. Das Power-to-Gas-Verfahren schafft die Verbindung: Mit dieser Sektorkopplung lässt sich grüne Energie aus Wind und Sonne speichern und vielseitig einsetzen: zum Heizen, in der Industrie, als Kraftstoff oder wieder zur Stromerzeugung. Erneuerbares Gas beweist so Flexibilität und erreicht auch den Verkehrs- sowie den Wärmemarkt: ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Schneller Austausch, hohe Kosteneffizienz: CO2 sparen mit modernen Gasheizungen

Der Heizkessel im Keller ist schnell gewechselt. Das zahlt sich aus: Neue Gasbrennwertmodelle verbrauchen deutlich weniger Energie und reduzieren so nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern auch die monatliche Rechnungssumme. Und zwar schnell, zuverlässig – die Technologie hat den Praxistest längst bestanden –und zu moderaten Preisen. Energieeffizientes Sanieren und bezahlbarer Wohnraum passen so gut unter ein Dach. Würden alle Ölkessel in Haushalten mit Anschluss ans Erdgasnetz durch Gasbrennwertkessel ersetzt, ließen sich 18 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden – das sind rund 40 Prozent dessen, was von heute bis 2030 im Gebäudebereich noch eingespart werden muss. Kombiniert mit Solarthermie kommen zudem die Erneuerbaren ins Spiel, mit Biomethan wird dann sogar nahezu klimaneutrales Heizen möglich – ganz ohne umzurüsten. Durch innovative Technologien wie Kraft-Wärme-Kopplung oder die Brennstoffzelle bleibt Gas auch langfristig Baustein einer effizienten Wärmewende.

Sauber voran: Antrieb für die Verkehrswende

Wer Erdgas statt Benzin tankt, reduziert seine CO2-Emissionen um rund ein Viertel – mit Erdgas aus regenerativen Quellen sogar um bis zu 97 Prozent. Erdgasfahrzeuge stoßen kaum Stickoxide aus, ihre Feinstaubbelastung geht gegen null, zudem sind sie gerade im Vergleich mit Dieselfahrzeugen besonders leise. Vom Kleinwagen bis zum großen Truck bieten mittlerweile alle großen Hersteller Erdgasfahrzeuge an, über 90.000 davon rollen bereits über Deutschlands Straßen. Über das Erdgasnetz lässt sich der Kraftstoff an nahezu jede Zapfsäule im Land transportieren – und flüssiges Erdgas (LNG), schon heute auf dem Markt, kann in Zukunft auch den Schwerlast- und den Schiffsverkehr antreiben.

100 Prozent natürlich: Erdgas, das nachwächst

Erdgasqualität aufbereiten und ins Erdgasnetz einspeisen. Dort kann es gespeichert und nach Bedarf flexibel genutzt werden: auf dem Wärmemarkt, so dass Haushalte ohne Kesseltausch nahezu klimaneutral heizen können; auf dem Strommarkt, um die wetterbedingten Schwankungen bei Windkraft und Photovoltaik auszugleichen – und das zu 100 Prozent erneuerbar. Weitere mögliche Einsatzbereiche sind die Industrie und der Verkehrssektor. Werden mehr Biogasanlagen auf Einspeisung umgestellt und werden bestehende und neue Anlagen effizienter und die Technologien weiter modernisiert, könnte 2030 das Zehnfache an Biomethan zur Verfügung stehen – nicht nur aus Reststoffen, Gülle, nachhaltig und gewässerverträglich angebauten Energiepflanzen und Stroh, sondern perspektivisch auch aus Algen.

Flexibel, aber zuverlässig: Erdgas als Fundament der Industrie

Das funktioniert: Seit Jahrzehnten setzt die Industrie auf Erdgas – zum Beispiel in der Chemiebranche oder bei der Nahrungsmittelproduktion. Schon heute entfällt mehr als die Hälfte des Erdgasabsatzes in Deutschland auf Industrie und Gewerbe. Würde die Wirtschaft weiter auf Erdgas umrüsten und den Energieeinsatz an Heizöl und Kohle senken, wäre das ein Plus für die Klimabilanz, auch die Feinstaubemissionen gingen zurück. Potenzial für die Zukunft haben ganzheitliche Power-to-Gas- Lösungen in der Industrie, die von grünem Strom angetrieben werden. Ebenso können Gewerbebetriebe durch innovative bivalente Technologien Raumwärme sowohl mit Strom als auch mit Erdgas erzeugen. Das flexibilisiert die Nachfrage. Ganz, wie es der Markt bei wachsendem, aber schwankendem Anteil Erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne erfordert.


Zukunftsstrategie Gas

Gas kann die Herausforderungen der Energiewende lösen kann, denn die Infrastruktur ist vorhanden, das Produkt ist jetzt schon energiewende- und klimaschutztauglich und es kann grün. Mehr zur Zukunftsstrategie Gas erfahren Sie beim BDEW.