Unikate gebrannt im Erdgasofen

In der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) gehen Erdgas und Handwerk eine edle Verbindung ein. Am Ende mehrerer Brennvorgänge stehen kunstvolle Objekte, die weltweit auf Kaffee- und Esstischen zum Einsatz kommen.


Einen essentiellen Anteil an der Fertigung hat der Brennprozess. Bei der KPM läuft dieser Prozess in speziellen Brennöfen ab, die mit Erdgas betrieben werden. Zur Porzellanherstellung benötigt KPM immerhin etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Für die Porzellan-Manufaktur ist der Energieträger vergleichbar mit einem Rohstoff, einem unabdingbaren Betriebsmittel.

 

Schrühbrand und Glattbrand mit Erdgas

In der Manufaktur in Berlin-Tiergarten arbeiten zwei Öfen für den Schrühbrand und zwei Öfen für den Glattbrand. Die Schrühöfen sind 8 m² groß, die Glattbrandöfen zwischen 10 und 15 m², die Brenntemperaturen betragen bis zu 1.400 Grad Celsius. Zusätzlich gibt es in der Manufaktur noch drei weitere Öfen für Malereibrände, die wesentlich kleiner sind und nur bis ca. 800 Grad laufen.


Die Öfen laufen rollierend, selten sind mehr als zwei gleichzeitig in Betrieb. Der gesamte Brennvorgang benötigt jeweils ca. 22 Stunden. Dabei wird die gesamte Wärme genutzt, was bedeutet, dass der Ofen nicht sofort auf volle Brennleistung, sondern langsam auf die benötigte maximale Hitze hochgefahren wird. Die Restwärme wird ebenfalls voll ausgeschöpft. Dass sich mit Erdgas betriebene Brennöfen flexibel einstellen lassen, kommt dieser hohen Effizienz zugute. Die schonende Erhitzung ist für die Porzellanherstellung wichtig, da so weniger Ausschuss produziert wird.

Keine Brennrückstände in den Öfen

Seine Vorteile spielt der Energieträger Erdgas gerade beim Glattbrand aus: Erdgas verbrennt sehr sauber, also sind Brennrückstände in den Öfen ausgeschlossen. Außerdem lassen sich die hohen benötigten Temperaturen mit Erdgas am leichtesten erzielen.


Die heutigen Öfen sind seit Ende der 80er-Jahre in Betrieb. Erdgas ist im Westteil Berlins seit 1985 verfügbar. In den 60er-Jahren dauerte der Brennprozess ganze zwei Wochen. Mit der Technologisierung und der Umrüstung der Öfen auf Erdgas konnte dieser Prozess wesentlich verkürzt und vereinfacht werden.


Den ganzen Prozess der Porzellanherstellung mit Erdgas-Brennöfen können Sie sich auch als Film anschauen.

 

„Für einen handwerklich auf höchstem Niveau arbeitenden Betrieb wie die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin ist Versorgungssicherheit gar nicht hoch genug einzuschätzen. Da Erdgas über das gut ausgebaute Leitungsnetz jederzeit verfügbar ist, können wir uns darauf verlassen, dass unsere Brennöfen jederzeit betriebsbereit sind.“

Jörg Woltmann, Inhaber KPM Königliche Porzellan-Manufaktur