Umsonst und von draußen: Wärmequellen für Kühlung und Klima

Wärmepumpen können Wärme aus verschiedenen Quellen nutzbar machen. Drei Dinge haben diese Wärmequellen gemeinsam: Sie stehen in der Regel unbegrenzt zur Verfügung, ihre Nutzung ist kostenlos und zudem klimaschonend.

Umweltwärmequellen:

  • Umgebungsluft
  • diffuse und direkte Strahlung (Solarabsorber)
  • oberflächennahes Erdreich
  • Grundwasser und Uferfiltrat


Geothermische Wärmequellen:

  • Erdreich
  • Thermalquellen
  • Thermale Schichtenwässer


Abwärmequellen:

  • Abwärme aus industriellen Prozessen
  • Abwärme aus Kühlkreisläufen
  • Abwärme aus Abwasser und Abluft

Das Erdreich ist ein beachtlicher Wärmespeicher: Es nimmt an seiner Oberfläche Sonnenenergie auf und speichert sie, genauso wie die im Regen enthaltene Wärmeenergie. Diese Wärme lässt sich für die Nutzung in Wärmepumpen entnehmen, zum Beispiel durch Erdwärmekollektoren, Erdwärmesonden oder durch Schlitz- oder Pfahlwände. Je nach Art und geplanter Ausführung erfordern diese Anlagen eventuell vorherige Probebohrungen oder die Genehmigung durch eine Aufsichtsbehörde.

Auch das Grundwasser ist als Wärmequelle geeignet, denn es hat eine Temperatur von etwa 8 bis 12 °C. Die Entnahme erfolgt durch eine Brunnenanlage.

Die Außenluft ist als Wärmequelle überall und ohne Genehmigung verfügbar. Die saisonalen Temperaturschwankungen beeinträchtigen allerdings den Wärmeertrag.

Gaswärmepumpen kombinieren sparsame und umweltschonende Erdgastechnologie mit der Nutzung von Umweltwärme aus verschiedenen Wärmequellen. Dass Gaswärmepumpen sowohl für die Beheizung als auch für das Kühlen und Klimatisieren von Betriebsräumen einsetzbar sind, zeigt auch, wie vielseitig Erdgas als Energieträger im Gewerbe ist.