Anwendungsbereiche für Hallenheizsysteme

Große Räume stellen hohe Anforderungen an das Heizsystem, zum Beispiel, weil sie nicht durchgehend genutzt und deshalb auch nicht permanent beheizt werden. Für die punktuelle Nutzung und die schnelle Aufheizung der Betriebsräume eignet sich die Strahlenheizung. Diese Hallenheizsysteme bieten außerdem günstige Anschaffungs- und Betriebskosten und sehr günstige Abgaswerte.

Heizsysteme, die mit Strahlungswärme arbeiten, kommen in fast allen Arten von Hallen- oder Großbauten zum Einsatz. Diese Bauten unterscheiden sich weniger in ihrer Bauphysik, dafür aber hinsichtlich ihrer Nutzungen und damit auch ihres Wärmebedarfs, also der Wärmezufuhr, die für die Aufrechterhaltung der Raumtemperatur benötigt wird.

Strahlungswärme lässt sich ein- und ausschalten

Mit der Strahlungsheizung können sowohl die gesamte Halle als auch Teilbereiche und einzelne Arbeitsplätze energiesparend beheizt werden. Wie das Licht kann die Wärme in unterschiedlichen Bereichen ein- und ausgeschaltet werden.

Einerseits gibt es Arbeits-, Ausstellungs-, Versammlungs-, Sport- oder Freizeitbauten, in denen der Mensch mit seinen Bedürfnissen und seiner Leistungsfähigkeit die Bedingungen des Raumklimas bestimmt. Andererseits existieren Werk-, Wartungs-, Versuchs- oder Lagerhallen, die vor allem aufgrund der betriebstechnischen Besonderheiten spezielle Wärme- und Lüftungsbedarfe haben, die unter anderem von den im Gebäude installierten Geräten und Einrichtungen abhängen.

Je nach Branche ist der Wärmebedarf für die Raumheizung wie auch der Bedarf an Luftaustausch stark unterschiedlich: In Stahlwerken oder Glashütten, in denen ohnehin temperaturintensive Tätigkeiten stattfinden, sollte die Raumtemperatur niedriger, der Luftwechsel dafür intensiver sein als zum Beispiel in Werkstätten, Gewächshäusern oder in Lackierereien.

Temperaturrichtwerte für die Nutzungen von Hallenheizsystemen

Für die verschiedenen Nutzungen gibt es grobe personen- und tätigkeitsbezogene Temperaturrichtwerte:

  • Turn- und Freizeithallen: +20 °C
  • Fertigungs- und Werkstatträume: +15 °C
  • Fertigungs- und Werkstatträume bei überwiegend sitzender Beschäftigung: +20 °C
  • Ausstellungshallen: +15 °C (mindestens)


Neben diesem Modell gibt es noch andere Einteilungen. In verschiedenen Hallenbauten ist außerdem ein regelmäßiger Luftwechsel erforderlich, um hygienische und physiologische Anforderungen zu erfüllen.

Dementsprechend gibt es verschiedene Hallenheizsysteme wie zum Beispiel Warmluftheizungen oder die Strahlungsheizungen, um die es in diesem Kapitel geht.

Keine Strahlungsheizung in Büroräumen

Bei der Planung einer Strahlungsheizung sollte berücksichtigt werden, dass der Raum für die Installation der Strahler je Kilowatt installierter Nennwärmebelastung einen Rauminhalt von mindestens 10 m³ hat. In Wohn- und Büroräumen sowie in Räumen oder Raumbereichen, die dem Ex-Schutz unterliegen, dürfen Strahler nicht aufgestellt werden. Hier können sogenannte Strahlplatten installiert werden.

Bei der Frage, welches Heizsystem für die Halle(n) in Ihrem Betrieb am besten geeignet ist, können Sie sich vom Gewerbefachmann Ihres Versorgers beraten lassen. Welche Hersteller in Deutschland Strahlenheizungen anbieten, erfahren Sie in unserer Gerätedatenbank.