Berliner Krankenhaus mit BHKW ausgestattet

Im Berliner St. Joseph Krankenhaus sei Ende Januar ein neues MWM Blockheizkraftwerk (BHKW) in den Betrieb gegangen. Die Berliner Energieagentur (BEA) hätte dabei den Einbau der KWK-Anlage ermöglicht. Das erdgasbetriebene Aggregat des Typs MWM TCG 2016V12 löse die alte mit Öl gefeuerte Kesselanlage der Tempelhofer Klinik ab. Mit der Anlage werde laut der Caterpillar Energy Solutions GmbH der Energiebedarf des Krankenhauses mit rund 600 Kilowatt (kW) elektrischer und 654 kW thermischer Leistung unterstützt. Der Gasmotor könnte 45 Prozent des Strombedarfs im St. Joseph Krankenhaus decken. Das entspreche einer Leistung von ungefähr 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom. Der Rest des benötigten Stroms käme über einen Netzanschluss auf Mittelspannungsebene. Die von der KWK-Anlage produzierte Wärme reiche zudem aus, um den Grundbedarf für Heizung und Warmwasser des Krankenhauses zu decken. Somit könnten rund 55 Prozent des gesamten Wärmeenergiebedarfs von sieben Millionen Kilowattstunden durch das MWM Blockheizkraftwerk erzeugt werden. Die erforderliche Restwärme würden darüber hinaus zwei Spitzenlastkessel liefern, die ebenfalls mit Erdgas betrieben werden. Mit dieser Investition ziele das Krankenhaus darauf ab, 23 Prozent der Energiekosten zu sparen. Zudem würde, nach Angaben der Berliner Energieagentur, die gekoppelte Energieerzeugung den CO2 Ausstoß der Klinik um 1000 Tonnen pro Jahr verringern.

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