Gasversorgung: Frühwarnstufe ausgerufen

Die erste Stufe – die Frühwarnstufe, des Notfallplans Gas wurde am 30. März vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ausgerufen. Der Notfallplan Gas regelt jetzt klar das weitere Vorgehen. Dieser basiert auf einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2017.

 

Notfallplan Gas

Falls es zu einem Engpass in der Gasversorgung kommt, gibt es drei Krisenstufen. Bei der ausgerufenen Frühwarnstufe wird zunächst ein Krisenteam bestehend aus z. B. den Fernleitungsnetzbetreibern und der Bundesnetzagentur einberufen, um täglich die Versorgungslage neu zu bewerten. Die Frühwarnstufe ist eine beobachtende Phase, in der es nicht zu Kürzungen oder Abschaltungen in der Versorgung kommt. Das BMWK weist zudem darauf hin, dass die Frühwarnstufe vorsorglich ausgerufen wurde, um auf eine eventuelle Eskalation von russischer Seite vorbereitet zu sein. Es besteht derzeit keine aktute Gasmangellage.

Gewerbe- und Industriekunden, die Gas nutzen, werden aktuell eventuell durch ihre Netzbetreiber angeschrieben und gebeten, Reduzierungspotenziale zu melden. Diese Abfrage erfolgt rein vorsorglich und ist im Rahmen der Frühwarnstufe vorgeschrieben. Industrie- und Gewerbekunden gehören gemäß der Gesetzgebung nicht zu den sogenannten geschützten Kunden umd müssen ggf. im Fall einer Gasmangellage mit Kürzungen im Bezug rechnen.

 

Mitglieder des BDEW fnden Informationen zur Kundenabfrage für Netzbetreiber im geschlossenen Mitgliederbereich.