Konkrete Perspektiven für KWK und Wärmenetze bis 2025

Der Bundestag hat am 3. November das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G) 2016 in zweiter und dritter Lesung beschlossen. Das KWK-Gesetz kann damit voraussichtlich am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Bis 2025 wurde ein konkretes Mengenziel von 120 Terrawattstunden für den KWK-Ausbau festgelegt. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist die Verlängerung des Geltungszeitraums von 2020 auf 2022 eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Gesetzentwurf der Bundesregierung. Positiv ist auch die im Gesetz vorgesehene gezielte Förderung von Energiedienstleistern, die zum Beispiel Kunden in einem Industriepark oder Mieter mit KWK- Strom beliefern. "In seiner jetzigen Form bietet das Gesetz eine gute Perspektive, um mit der Fernwärmeversorgung auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung einen wichtigen Beitrag für die Energie- bzw. 'Wärmewende' in städtischen Gebieten zu leisten. Die verbesserten Förderbedingungen für Anlagen bis 50 Kilowatt werden den KWK-Ausbau deutlich voranbringen. Dies gilt vor allem für kleinere Anlagenkonzepte, wie sie vermehrt in der Quartiers- und Objektversorgung vorkommen, aber auch für die Installation von Mikro-KWK", so die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Hildegard Müller.

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