Mautbefreiung für Gas-Lkw

Gasbetriebene Lkw, die werkseitig für den Betrieb mit CNG oder LNG ausgelegt sind, können weiterhin von der Mautbefreiung profitieren. Die mautbefreiten Fahrzeuge müssen die Schadstoffklasse VI erfüllen und bereits vor der erstmaligen verkehrsrechtlichen Zulassung für den überwiegenden Gasantrieb konfiguriert sein. Mit LPG (Autogas) betriebene Fahrzeuge fallen nicht unter die Mautbefreiung. Ab dem 1. Oktober 2021 sind nachträglich auf CNG oder LNG umgerüstete Fahrzeuge nicht mehr von der Maut befreit.

Die Registrierung als mautbefreites Fahrzeug erfolgt bei Toll Collect, gilt für maximal zwei Jahre und kann im Anschluss verlängert werden. Ergänzend zu den oben genannten Voraussetzungen müssen die Gastanks am Fahrzeug folgendes Mindesfassungvermögen aufweisen:

 

  • CNG: mindestens 300 Liter oder 50 Kilogramm;
  • LNG: mindestens 300 Liter oder 115 Kilogramm;
  • NG: mindestens 300 Liter.

 

Zusätzliche Informationen zur Mautbefreiung erhalten Sie beim Bundesamt für Gütervekehr.

 

LNG im Schwerlastverkehr

Die weiter zunehmende Absatzmenge von LNG als Kraftstoff sowie die steigenden Zulassungszahlen zeigen, dass das Potenzial des klimaschonenden Kraftstoffes für den Schwerlasttransport erkannt wurde. 87 Prozent der in 2020 gestellten Förderanträge im Programm „Energieeffiziente und/oder CO2-arme schwere Nutzfahrzeuge“ wurden für LNG-Fahrzeuge gestellt, weitere zwölf Prozent für CNG-betriebene Fahrzeuge. Im Bereich Gas-Zugmaschinen wurde für 2020 ein Fahrzeugzuwachs gegenüber dem Vorjahr von 80 Prozent verzeichnet, bei den gasbasierten Lkw über 12 Tonnen stiegen die Neuzulassungen um 31 Prozent an.

Durch den Absatz von ca. 48.000 Tonnen LNG im Jahr 2020 wurden rund 36.000 CO2eq gegenüber Dieselfahrzeugen eingespart. Auch der Tankstellenausbau schreitet weiter voran: 76 LNG-Tankstellen sind deutschlandweit in Betrieb. Bis Ende 2021 soll nach Angaben der LNG-Taskforce der Tankstellenbestand auf über 100 anwachsen.