Mehr Nutzlast für Erdgas-Transporter durch neue Führerscheinverordnung

Transporter mit Erdgasantrieb dürfen durch die im Bundesrat verabschiedete modifizierte Führerscheinverordnung bis zu einem Gewicht von 4,25 Tonnen mit der Führerscheinklasse B bewegt werden. Dies geht aus einer kürzlich erschienenen Pressemitteilung von Iveco hervor. Damit werden die Marktbedingungen für Erdgas- und Elektro-Transporter angeglichen. Mit einem B-Führerschein war bislang ausschließlich das Führen von Fahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen erlaubt. Die zusätzliche Masse darf allerdings nur durch das vom jeweiligen Antriebssystem verursachte Mehrgewicht entstehen. Durch die Anpassung der Führerscheinverordnung werden jetzt auch gasbetriebene Transporter, die aufgrund ihrer etwas schwereren Tanktechnologie gegenüber Dieseln benachteiligt waren, bessergestellt. Sie haben ab sofort keinen Nutzlastnachteil gegenüber einem vergleichbaren Dieseltransporter. Der Einsatz von Transportern mit Erdgasantrieb wird dadurch noch attraktiver. 1,4 Millionen zugelassene Transporter bringen Güter in städtische und regionale Gegenden. Durch den Wechsel zu Gas könnten bis zu 90 Prozent Feinstaub- und etwa 80 Prozent Stickoxid-Emissionen eingespart werden.

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