Förderungen für energieeffiziente Nichtwohngebäude

Um die Potenziale der Energieeffizienz bei der Wärmeversorgung von Nichtwohngebäuden zu heben und die CO2-Emissionen im Gebäudesektor zu minimieren, gibt es diverse staatliche Förderprogramme. Zusätzlich bieten die Bundesländern und Kommunen Fördermaßnahmen zur Sanierung von Nichtwohngebäuden an. Zu den Nichtwohngebäuden zählen zum Beispiel neben Bürogebäuden, Krankenhäusern und Schulen auch gewerbliche und landwirtschaftliche Betriebsgelände.

Förderung der Brennstoffzelle

Beim Umstieg auf eine moderne Heizungsanlage mit geringem CO2-Ausstoss unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit dem Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle (433)" den Einbau einer hocheffizienten Brennstoffzelle auch in Nichtwohngebäuden. Die Förderung umfasst stationäre Brennstoffzellen mit einer Leistung von 0,25 kW bis 5 kW. Förderfähig sind dabei die Kosten für das Brennstoffzellensystem und dessen Einbau, die Kosten für den Vollwartungsvertrag in den ersten zehn Jahren sowie die Kosten für die Leistungen eines Energieeffizienz-Experten.


Abhängig von der elektrischen Leistung des einzubauenden Brennstoffzellensystems beträgt die Zuschusshöhe zwischen 7.050 Euro und 28.200 Euro. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Leistungsklasse der Brennstoffzelle und der Höhe der förderfähigen Gesamtkosten. Die Leistungsklasse wird mit einem Festbetrag in Höhe von 5.700 Euro und einem leistungsabhängigen Betrag von 450 Euro je angefangene 100 W elektrische Leistung bezuschusst.

Über die Fördermitteldatenbank können zu einem konkreten Modernisierungs- oder Neubauvorhaben aktuelle Förderprogramme gefunden werden.

Optimierierung der bestehenden Heizungsanlage

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt Unternehmen mit dem Programm zur „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich" bei der Optimierung der bestehenden Heizungsanlage. In Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich können weitere Investitionen, wie z. B die Umrüstung auf voreinstellbare Thermostatventile gefördert werden.
 

Der Zuschuss über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beträgt 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten für Leistungen sowohl im Zusammenhang mit dem Ersatz von Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen als auch im Zusammenhang mit dem hydraulischen Abgleich. Ein Maximalzuschuss je Standort ist festgelegt.
 

Der Eigentümer der Heizungsanlagen muss sich vor Durchführung der Maßnahme beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) registrieren. Die Auszahlung erfolgt nachdem die Rechnung unter Angabe der Registriernummer für die durchgeführte Maßnahme beim BAFA eingereicht wurde.

Förderung für effiziente energetische Sanierung

Im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogrammes des Bundes bietet die KfW ein Förderprogramm zur Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und Reduzierung von CO2-Emissionen für bestehende gewerbliche Gebäude. Neben der Dämmung der Gebäudehülle, dem Einbau/Austausch von Fenstern und Türen und dem sommerlichen Wärmeschutz wird auch die Investition in effiziente Anlagentechnik (Heizung, Klima-/Lüftungsanlagen, Beleuchtung, Gebäudeautomation sowie Mess-, Steuer- und Regelungstechnik) gefördert.

Erneuerbare Energien für Wärme und Kälte

Das Marktanreizprogramm (MAP) Wärme aus erneuerbaren Energien fördert die Erzeugung von Wärme und Kälte aus regenerativen Energien. Über die KfW kann ein Förderdarlehen mit Tilgungszuschüssen für z. B. Solarkollektoren oder Biomasseanlagen beantragt werden. Das BAFA gewährt direkte Investitionszuschüsse. Für eine Gas-Hybridheizung, mit einem Anteil von mindestens 25 Prozent erneuerbarer Energie, wird ein Investitionszuschuss von bis zu 30 Prozent gewährt. Auch der Einbau von Gas-Brennwertheizungen wird gefördert, wenn diese auf eine spätere Einbindung von Wärme aus erneuerbaren Energien vorbereitet sind. Die Einbindung muss spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme erfolgen.
 

Auch für den Aus- und Neubau von Nahwärmenetzen bietet das Marktanreizprogramm Wärme aus erneuerbaren Energien Fördermöglichkeiten. Die durch diese Netze verteilte Wärme im Unternehmen zu einem bestimmten Anteil aus erneuerbaren Energien stammt.

Prozesswärme aus erneuerbaren Energien

Das Modul des Programms Bundesförderung für Energieeffizient in der Wirtschaft unterstützt Industrie, Gewerbe und kommunale Betriebe bei der Integration von erneuerbaren Energien in den Produktionsprozess. Die Förderung umfasst beispielsweise Solarthermie- und Biomasseanlagen. Es kann ein Zuschuss beim BAFA oder ein zinsverbilligter Kredit mit Tilgungszuschuss bei der KfW beantragt werden.

Energieberatung fördern lassen

Über die Bundesförderung für Energieberatung im Mittelstand werden staatliche Zuschüsse für die Inanspruchnahme einer qualifizierten Energieberatung durch das BAFA vergeben. Die Zuschüsse können bis zu 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten betragen. Mit www.energie-effizienz-experten.de steht eine unabhängige Plattform qualifizierter Energieberater zur Verfügung.

Förderung von Querschnittstechnologien

Das Modul des Programms Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft umfasst auch Investitionen zum Ersatz oder zur Neuanschaffung von hocheffizienten Anlagen und Aggregaten für die industrielle und gewerbliche Anwendung. Es kann ein Zuschuss beim BAFA oder ein zinsverbilligter Kredit mit Tilgungszuschuss bei der KfW beantragt werden.

Energiemanagement für Energieeffizienz

Um im Rahmen eines Energieaudits die Energieströme systematisch erfassen und steuern zu können, ist entsprechende Hard- und Software notwendig. Den Erwerb und die Installation von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik sowie Energiemanagement-Software wird gefördert. Es kann ein Zuschuss beim BAFA oder ein zinsverbilligter Kredit mit Tilgungszuschuss bei der KfW beantragt werden. Weitere Informationen zum Energiemanagementsystem