Erdgas: Perfekt für den Einsatz in der Gastronomieküche

Gastronomiebetriebe stellen besondere Herausforderungen an Energie und Geräte dar. Mehrere hunderte Mahlzeiten müssen teilweise zubereitet werden, Veranstaltungen und Konferenzen bringen kurzfristig erhebliche Kapazitätssteigerungen mit sich.

Der jederzeit verfügbare Energieträger Erdgas eignet sich hervorragend zum Einsatz in Restaurants, Hotel-, Heim- oder Kantinenküchen. Das Angebot an entsprechenden Geräten ist sehr groß und bietet gastronomischen Betrieben jeder Größenordnung das passende Gerät: Vom Backofen über Dämpfer und Garkocher bis hin zu Schnellkochkesseln und Spülautomaten. Auch zu Beheizung sowie zur Warmwasserbereitung oder zur Klimatisierung der Gast- und Betriebsräume stehen effiziente Erdgaslösungen zur Verfügung.

Wer mit Gas kocht, kocht günstig, sauber und schnell. Gasbetriebene Küchengeräte geben sofort nach dem Einschalten die volle Wärmeleistung. Ein Vorheizen wie zum Beispiel bei mit Strom bestriebenen Herden entfällt, ebenso wie die Nachhitze. Aufgrund der hohen Wärmeleistung verkürzt sich zum Beispiel die Ankochzeit.

 

  • Präzise regulierbar
  • Sofort verfügbar, kein Vorheizen
  • Zuverlässig auch bei Hochbetrieb
  • Kostengünstig

Gasgeräte in gewerblichen Küchen

Die beim Kochen, Braten oder Dünsten entstehende Hitze wird in den meisten Fällen über eine Entlüftung abgeführt. Die effiziente Lösung insbesondere für Großküchen bieten raumlufttechnische Anlagen: Sie dienen nicht nur der Temperaturregulierung, sondern auch der Versorgung der mit Erdgas betriebenen Herde oder Backöfen mit Verbrennungsluft. Das Angebot an diesen raumlufttechnischen Anlagen ist sehr vielfältig.

Beim Aufbau der modernen Gasgeräte sind einige fachspezifische Regeln zu beachten. Um die Sicherheit bei der Arbeit mit Gasgeräten weiter zu erhöhen, wird das Arbeitsblatt G 631 vom DVGW, Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches, überarbeitet, welches unter anderem die Installation von Gasgeräten in gastronomischen Betrieben und gewerblichen Küchen behandelt. Die wichtigsten Informationen zur Abgasführung nach DVGW-Arbeitsblatt G 631 haben wir für Sie aufbereitet.

 

Best Practice Gas-Anwendung: Kloster reduziert Energieverbrauch mit BHKW

Die Bierspezialitäten des Kloster Andechs sind nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern Europas bekannt. Weniger bekannt ist, dass das Kloster Andechs bereits seit 20 Jahren EMAS-zertifiziert ist (EMAS = Eco-Management & Audit Scheme). Außerdem arbeitet das Kloster intensiv an der Reduzierung des eigenen Energieverbrauchs. Gerade die Brauerei sowie die angeschlossenen gastronomischen Einrichtungen benötigen viel Energie, zum Beispiel für Vorwärm- und Aufheizprozesse.

 

150 Tonnen weniger CO2

2018 wurde die Energieversorgung für den Brauereibetrieb modernisiert. Vor der Modernisierung betrug der Wärmebedarf im Jahr 2017 rund 1,5 Mio. kWh/a und wurde über zwei Gaskessel mit 700 kW Leistung bedient. Um den Energieverbrauch zu reduzieren und dennoch dem hohen Wärmebedarf gerecht zu werden, wurde ein neues Blockheizkraftwerk "smartblock 50" mit 50 kWel und 100 kWth des Herstellers KW Energie eingebaut. Außerdem wurde ein Pufferspeicher mit einem Volumen von 8.800 Litern installiert, um eine möglichst hohe Laufzeit des neuen BHKW zu gewährleisten. Zusätzlich wurde eine moderne Hocheffizienz-Umweltpumpe eingebaut.

Das Ergebnis: Der Verbrauch an Wärme ist um 27 Prozent (400.000 kWh/a) zurückgegangen und betrug nach der Modernisierung im Jahr 2018 insgesamt 1,1 Mio kWh. 306.000 kWh Strom und über 560.000 kWh Wärme wurden durch das Kloster Andechs selbst produziert, sodass der Energiebezug deutlich reduziert werden konnte. Dies führt zu einer erheblichen Kosteneinsparung. Und auch die Umwelt profitiert: Durch den Betrieb des umweltschonenden Gas-BHKW hat das Kloster Andechs im Jahr 2018 rund 150 t CO2 eingespart.

Ausführliche Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter heizungsjournal.de

Mehr zur EMAS-Zertifizierung des Kloster Andechs erfahren Sie hier

 

Einfache Maßnahmen zum Energiesparen in der Gastronomie

Wer nicht in neue Geräte und Technologien investieren will, kann den Energiebedarf in der Gastronomieküche schon mit wenigen einfachen Maßnahmen reduzieren: Großküchengeräte zum Kühlen oder Gefrieren sollten zum Beispiel nicht neben gewerblichen Spülmaschinen und niemals neben mit Erdgas betriebenen Herden oder Heizungen aufgestellt werden – mehr Details zur Aufstellung der Geräte erfahren Sie hier. Außerdem sollte Tiefgekühltes nicht direkt aus der Gefriertruhe in den Backofen gegeben werden: Tiefgekühltes Hackfleisch auf 60 °C zu erhitzen, benötigt bis zu dreimal mehr Energie, als wenn das Hackfleisch zuvor aufgetaut wurde.

Energieeffizienz und Energiesparen lohnen sich: Die Energiekosten werden in Erhebungen unter Unternehmen des DEHOGA-Bundesverbandes (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e. V.) seit Jahren als ein Hauptproblemfeld im Hotelgewerbe genannt. Hoteliers und Gastronomen geben demnach durchschnittlich fünf Prozent ihres Jahresumsatzes für Strom und Wärme aus. Angesichts langfristig steigender Energiepreise wird Energieeffizienz in Zukunft die Wirtschaftsbilanz von Unternehmen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe noch stärker beeinflussen als heute.

 

Gerätetechnik für Gaststätten und Großküchen

In der Gerätedatenbank finden Sie eine große Auswahl an effizienten Erdgasgeräte für Ihre Gastronomieküche.

 

Zur Herstellersuche

 

Erdgas in Gastronomieküchen

Gasbetriebene Systeme sind kostengünstig, wartungsarm und umweltschonend. Erfahren Sie mehr über die Anwendungsmöglichkeiten für Ihre Großküche.

Geräte für die Gastronomie

Geräte für die Gastronomie |  ( Datei / 0.00 B)

Mit den Gerätesteckbriefen haben Sie alle Geräte für die Gastronomie und das Hotelgewerbe im Überblick aufbereitet – vom Gasherd über den Kochkessel bis zur Friteuse.

Handbuch Großküchen

Das Handbuch enthält unter anderem Planungshilfen für die Einrichtung einer Gastronomieküche und die Aufstellung der Großküchengeräte.